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25.09.2020  Bericht / Herren-Captain


Turnier 17 mit erstaunlichen Ergebnissen


Wenn der Herbst naht, dann gehören aerifizierte und gesandete Grüns zu den notwendigen Unannehmlichkeiten des Golfsports. Beim 17.Turnier des Servico-Herren-Cups kamen einige der 53 Teilnehmer dennoch mit hervorragenden Ergebnissen ins Clubhaus.

Auf allen 18 Löchern musste das Putten zwar nicht neu erfunden werden, es war aber alles ein bisschen anders. Man musste etwas fester vor den Ball hauen, um ihn nahe ans oder gar ins Loch zu bekommen.
Die Breaks verloren einen Großteil ihrer Eigenschaften, und ab und zu verhinderte ein Hoppler, dass ein Ball sein Ziel fand. Allerdings wurde im Clubhaus auch Gegenteiliges berichtet, sodass sich Glück und Pech wohl meist die Waage hielten.

Die Nettogruppe A wartete mit einigen unglaublichen Ergebnissen auf. Ole Feldmann waren alle Unwägbarkeiten auf den Grüns nämlich völlig egal. Mit sagenhaften 44 Punkten (77 Schläge 31 brutto) gewann er die Nettoklasse A, und stieg von 10,0 in die heilige Kaste der Single-Handicapper auf.
Auf Platz zwei kam Michael Petzinna mit tollen 42 Punkten gefolgt von Michael Mader, der immer noch 41 Nettopunkte erspielte.
Somit reichten Friedel Krull bemerkenswerte 39 Punkte nicht, um in die Preise zu kommen. Auch Rainer Schlegel ging trotz 37 Punkten leer aus.

Auch in der Nettoklasse B musste man sich unterspielen, um in die Preise zu kommen. Dirk van Dreumel gewann mit 39 Punkten vor Siegmund Stanowski und Hans-Joachim Tubes (beide 38).
Amjad Liaquat spielte mit und gewann daher fast zwangsläufig mal wieder die Bruttowertung mit 32 Punkten (36 netto). Dirk Gehling landete mit 29 Punkten (36 netto) auf dem zweiten Platz. Dirk gelang übrigens auf der 7 ein Eagle, was dort nur sehr selten vorkommt.

Den Birdiepool teilten sich 5 Spieler. (RW).

Golfregeln mit Ralf Weihrauch (und vielen Grüßen an die Platzkommission).

Ich wollte eigentlich mit Regel 9 weitermachen, doch es kommt ja immer etwas dazwischen. Der Fall betrifft unser Inselgrün auf der 15, das aufgrund seiner Form für Probleme sorgen kann.

Gerald Friedauer schlug seinen dritten Schlag etwas zu weit, und er kam hinter dem Grün ein paar Zentimeter im Biotop zu liegen.

Bei einer rot gesteckten Penalty Area darf man bekanntlich den Ball vom Bezugspunkt, an dem er zuletzt die Grenze zur Penalty Area kreuzte, in einem Erleichterungsbereich droppen (17.3).
Die Größe des Erleichterungsbereiches beträgt einen Radius von zwei Schlägerlängen, der Bereich darf aber nicht näher zum Loch liegen als der Beziehungspunkt.

Das ist sicher kalter Kaffee für alle Golfer, aber unsere 15 hat eben wegen seiner Form eine Besonderheit. Gerald droppte rechts von seinem Bezugspunkt, und alles schien in Ordnung.
Paul Mrgan hat aber ein gutes Auge, und in diesem Auge ist das Inselgrün schon lange ein dicker Dorn. Er behauptete, Gerald habe näher zum Loch gedroppt. Schwuppdiwupp holte er eine Mess-Schnur aus dem Bag (hat ja auch jeder im Bag), und befestigte ein Ende an der Fahne. Mit dem anderen Ende zog er einen Kreis vom Bezugspunkt in Richtung Geralds Ball, der tatsächlich näher zum Loch lag. Hätte Gerald diesen Ball gespielt, wären zwei Strafschläge fällig gewesen.

Anschließend bestimmte Paul den tatsächlichen Erleichterungsbereich zur anderen Seite des Bezugspunktes, der allerdings nur einen Bruchteil der Fläche betrug, den man mit zwei Schlägerlängen abmessen kann.
Gerald machte die Mess-Orgie allerdings nichts aus. Er chippte den Ball an die Fahne und spielte ein Bogey.

Was wäre nun passiert, wenn es im gesamten Bereich rund um den Bezugspunkt keinen Bereich gegeben hätte, der nicht näher zur Fahne liegt. Dann hätte Gerald Pech gehabt, denn ein Spieler hat keinen Anspruch darauf, dass alle Erleichterungsmöglichkeiten angewendet werden können. Dann hätte er seinen Schlag über das Wasser wiederholen müssen.

Solche Probleme sind auf verschiedene Arten zu lösen.

a) Man kann eine Drop-Zone einrichten, die es an der 15 auch schon mal gab.

b) Man kann die Grenzen der Penalty-Area zudem gezackt setzen, sodass sie ein wenig sternförmig wird. Das würde die Penalty-Area zwar etwas vergrößern, das Erleichterungsverfahren aber erleichtern. Im Zweifel ist dann ein Strafschlag besser als zwei.

Zur Lösung b sei noch die Interpretation 17.1.d (3) erwähnt. Man darf den Bereich einer seitlichen Erleichterung auch durch eine Penalty Area hindurch messen. Allerdings gehört dann kein Teil der Penalty Area zum Erleichterungsbereich.

Anmerkung Herren-Captain: Das könnten wir jetzt hier beliebig kompliziert machen - andererseits sollte man irgendwann auch mal 5 gerade sein lassen wenn wir uns im Zentimeter Bereich bewegen. Wir haben es mal ausprobiert: so ein rundes Grün gibt es gar nicht, und dazu noch eine Fahne die dann exakt so steht, das sowohl die zwei Schlägerlängen nach links als auch nach rechts beide näher zur Fahne sind. Natürlich kann es sein das dann nur ein sehr kleiner Drop-Bereich übrig bleibt und bei weitem nicht der volle 2-Schläger Halbkreis. Liegt der Ball dann ganz nahe an einer Spielverbotszone - ja dann gibt es weitere Möglichkeiten.
Nachfolgend dazu von Ralf weitere Erläuterungen, denn der Bereich hinter dem Grün 15 ist ja tatsächlich eine Spielverbotszone / ex Biotop)


Liegt der Ball außerhalb einer Spielverbotszone, werden aber Stand oder Raum des beabsichtigten Schwungs beeinträchtigt, so muss der Spieler wie folgt Erleichterung in Anspruch nehmen:
Liegt der Ball im Gelände, so muss der dem Ball nächstgelegene Punkt auf dem Platz festgelegt werden, der (a) nicht näher zum Loch liegt, (b) die Behinderung durch den Umstand ausschließt. Der Spieler muss den Ball aufnehmen und ihn straflos innerhalb einer Schlägerlänge von dem so festgestellten Punkt auf einen Teil des Platzes fallen lassen, der die Voraussetzung nach (a) und (b) erfüllt.

Also straffrei droppen ist dann sogar Pflicht, und zwar unter Umständen solange bis man ohne Behinderung durch die Spielverbotszone spielen kann.

Wenn ein Spieler den Ball in eine Spielverbotszone schlägt, dann nach Wasserregel (Penalty Area) droppt und der Ball dabei in die oben erwähnte Lage rollt oder in die Spielverbotszone selbst, muss der Ball straffrei erneut gedroppt werden.






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